Was wir glauben

Wir erkennen an, dass jedes Glaubensbekenntnis lediglich ein Versuch von Menschen ist, die Reichtümer der unfehlbaren göttlichen Offenbarung als Basis für geistliche Gemeinschaft zusammenzufassen und niederzuschreiben. Wir unternehmen diesen Versuch in dem Bewusstsein, dass wir fehlbar sind und unsere Erkenntnis „Stückwerk“ (1.Kor 13, 9+12) ist. Dabei wollen wir weiter wachsen in der Erkenntnis des Wortes Gottes, der alleinigen Norm für Wissen, Glauben und Leben. 

1. Die Bibel ist das Wort Gottes

Wir glauben, dass die Heilige Schrift, bestehend aus den 66 Büchern des Alten und Neuen Testaments, das niedergeschriebene Wort Gottes ist. Sie ist in den Originaltexten von Gott inspiriert, unfehlbar und die einzige schriftliche Offenbarung Gottes an uns Menschen. (2.Tim 3,16-17;2.Petr 1,21;Off 22,18-19). 

2. Das Wesen Gottes

Wir glauben an den einen Gott, der ewiglich ohne Ursprung und Ende als Vater, Sohn und Heiliger Geist existiert. Der dreieinige Gott ist heilig, allmächtig, allwissend, allgegenwärtig, unfehlbar, unveränderlich, gerecht, barmherzig, gnädig und vollkommen. Er ist Schöpfer, Erhalter und Richter dieser Welt. (1Mo 1,1; Ps 104+139; Eph 2,4-10;Kol 1,17; Hebr 4,13; Offb 1,8+4,8). 

2.1 Gott der Vater

Wir glauben an Gott den Vater. Diese Vaterschaft beinhaltet sowohl Seine Stellung in der Dreieinigkeit als auch Seine Beziehung zu Menschen. ER ist der Schöpfer aller Menschen, ein geistlicher Vater ist Er aber nur für die, die zu Ihm kommen und durch Glauben von der Sünde errettet, durch Adoption Seine Kinder werden (Joh 1,12+20,17; Gal 4,4+5; 1.Petr 1,3-5). 

2.2 Gott der Sohn

Wir glauben, dass Jesus Christus wahrer Mensch und wahrer Gott zugleich, vom Heiligen Geist empfangen und von der Jungfrau Maria geboren wurde. Er kam, um Gottes Wesen zu offenbaren und den Erlösungsweg zu schaffen, indem er selber sündlos lebte und sich als stellvertretendes Opfer am Kreuz hingab. Er ist leiblich auferstanden von den Toten, leiblich aufgefahren in den Himmel und sitzt zur Rechten Gottes, um die Gläubigen als Hoherpriester und Fürsprecher vor Gott zu vertreten. Jesus Christus wird leiblich wieder auf diese Erde kommen, um die Welt zu richten und sein Königreich aufzubauen (Lk 1,35; Apg 1,9; Röm 8,34; Phil.2,6-11; Heb 1,3; 1.Joh2,1-2; Offb.5-9).

2.3 Gott der Heilige Geist

Wir glauben an den Heiligen Geist als eine Person des dreieinigen Gottes (Apg 5,3-4; 2Kor 3,17). Er überführt die Welt von Sünde (Joh 16,8-11) und weist die Menschen auf den Retter Jesus Christus hin (Joh 15,26). Er wirkt das neue Leben aus Gott (Joh 3,5) und die Gliedschaft am Leib Jesu Christi (1Kor 12,13). Er bewohnt den Gläubigen (Röm 8,9), nachdem dieser ihn zum Zeitpunkt seiner Bekehrung empfangen hat und versiegelt ihn von da an (Eph 1,13-14). Der Heilige Geist möchte jedes Kind Gottes erfüllen und in das Bild Jesu Christi umgestalten (2.Kor 3,17-18). Er bewirkt die Frucht des Geistes (Gal 5,22) und gibt jedem Gläubigen geistliche Gaben(1.Kor 12,7+12). Durch Sünde wird der Heilige Geist in einem Gläubigen betrübt und unterdrückt (Eph 4,27-30). Wir glauben, dass das Wirken des Heiligen Geistes an Pfingsten ein einmaliges heilsgeschichtliches Ereignis war. 

3 Der Mensch

Wir glauben, dass der Mensch als Ebenbild Gottes geschaffen und von Gott geliebt ist. Nach seiner Erschaffung fiel er durch Ungehorsam gegenüber Gottes Geboten in Sünde (1Mo 1-3). Als Strafe starb der Mensch sofort geistlich (1Mo 3,8). Seitdem ist der Mensch von Natur aus ein verlorener Sünder, dessen Herz völlig verdorben und falsch ist. Ohne Errettung Gottes ist der Mensch ewiglich verloren. Aus diesem Zustand kann sich der Mensch weder auf dem Weg der Religionen, noch durch Philosophien und eigene Anstrengungen erretten. Er braucht die neue Geburt aus Gott. (Röm 3,9-12+23; Joh; 3,5-7+1,12-13; Gal 2,16). 

4 Die Erlösung

Wir glauben, dass Jesus Christus der einzige Weg zu Gott ist. Er ist stellvertretend für die Sünde aller Menschen am Kreuz gestorben. Durch sein vergossenes Blut hat er die Schuld der Menschen gesühnt und durch seine Auferstehung die Macht des Todes überwunden. Wer dies im Glauben für sich in Anspruch nimmt, wird vor Gott gerechtfertigt und empfängt ewiges Leben. Dies versteht die Bibel als geistliche Wiedergeburt. Wir glauben, dass Wiedergeborene nicht mehr verloren gehen können. Persönliche gute Werke sind keine Voraussetzung und leisten keinen Beitrag zur Erlösung, sondern sind eine Folge daraus (Joh 3,16+18+36+10,27-30; Röm 6,4; Eph 2,8-10; Tit 3,5). 

5 Satan

Wir glauben, dass der Satan eine Person und der Urheber der Sünde ist. Er ist der Feind Gottes und der Widersacher der Gläubigen. Jesus Christus hat ihn besiegt, lässt ihm und dem von ihm befehligten Heer von Dämonen (Eph 6,11-12) aber noch einen gewissen Handlungsspielraum. (1.Petr 5,8; 1.Joh 3,8) 

6 Das Gemeindeleben

Wir glauben, dass die Gemeinde aus allen wahrhaft wiedergeborenen Gläubigen besteht und dazu berufen ist, Gott anzubeten und zu ehren (Eph 3,20+21). Sie hat als Leib Christi (Kol 1,18-24) den Auftrag, das Evangelium von Jesus Christus zu leben und auszubreiten. Dazu versammeln sich die Wiedergeborenen in örtlichen Gemeinden zur Anbetung Gottes, zur Erbauung durch die Weitergabe biblischer Lehre, zum Mahl des Herrn (Brotbrechen), zum Gebet und zur Gemeinschaft (Apg 2,42).
In die Gesellschaft hinein wirkt sie in der weltweiten Verkündigung des Evangeliums (Apg 1,8) und in der tätigen Liebe zu allen Menschen (Gal 6,9-10).
Taufe und Mahl des Herrn sind Verordnungen des Herrn Jesus mit symbolischem Charakter.

6.1 Die Taufe

Wir glauben, dass zur Zeit des Neuen Testaments nur Menschen getauft wurden, denen der Herr das Herz geöffnet hatte (Apg 16,14+15) und die als Reaktion darauf von ihrem falschen Weg umgekehrt waren. Solche Menschen wurden durch Untertauchen auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes (Mt.28,19) getauft. Die biblische Taufe ist die äußere Darstellung der inneren Realität im Herzen des Erretteten (Röm.6,3-11). Durch diesen Gehorsamsschritt bekennt sich der Täufling öffentlich zum Glauben an seinen gekreuzigten, begrabenen und auferstandenen Erlöser.

6.2 Das Mahl des Herrn

Wir glauben, dass Jesus Christus das Mahl des Herrn als Gedenken an das aufopfernde Wirken Gottes eingesetzt hat. Die Gläubigen verkünden darin den Tod des Herrn Jesus Christus bis er wiederkommt (1.Kor.11,23-26). Die Teilnahme am Mahl bewirkt keine Sündenvergebung, aber sie stärkt die Gläubigen durch das Gedenken an das Wirken Gottes. Es ist Gottes Wille, dass am Mahl nur Wiedergeborene teilnehmen, wobei eine Selbstprüfung vorausgehen soll (1.Kor.11,27-29).

6.3 Gebet

Wir glauben, dass Gott die glaubensgewissen Gebete Seiner Kinder hört und nach seinem Willen beantwortet (1.Joh.5,14-15; Mt 21,22; Röm 4,20+21).

7 Das christliche Leben

Wir glauben, dass das Leben als Christ ein Leben in der Nachfolge Jesu ist. Diese Nachfolge ist nur in persönlicher Verbindung mit Jesus Christus möglich und bedeutet, als Nachahmer Christi zu leben (Joh 12,26+15,4) und im Gehorsam gegenüber Gottes Wort Jesus ähnlicher zu werden (2Kor 3,18; Joh 14,21). Die geistliche Verbindung des Gläubigen mit Christus wird an der Frucht des Geistes (Gal 5,22) und insbesondere an der Liebe zu Gott (1Joh 5,2), zum Bruder (=Glaubensgeschwister 1Joh 2,10ff) und darüber hinaus zu allen Menschen sichtbar. Sinn und Ziel christlichen Lebens ist die Verherrlichung Gottes (1.Petr 4,11; Kol 3,23). Die Gläubigen sind der Staatsgewalt untertan (Röm 13,1-7), sofern dadurch die Gebote Gottes nicht verletzt werden (Apg 5,29).

8 Über die zukünftigen Dinge

Wir glauben an die Erfüllung der Vorraussagen der Schrift, auch in Bezug auf die zukünftige Errettung und Wiederherstellung Israels, das sich klar von der Gemeinde unterscheidet. Die Juden sind Gottes auserwähltes Volk (1.Cho 17,20-22; Röm 11,1-2), dem der Herr Jesus Christus als Mensch angehörte (Röm 9,5). Wir glauben an die baldig bevorstehende leibliche Wiederkunft unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus (Apg 1,11). Wir glauben an ein zukünftiges Leben, welches die Weiterexistenz aller Toten bei Bewusstsein bedeutet und die Auferstehung des Leibes beinhaltet (Joh 5,28-29; Heb 9,27; Lk 16,19-31).
Das Gericht vor dem Richterstuhl Christi entscheidet allein über die Belohnung der Gläubigen (2Kor 5,10), Gottes letztes Gericht bestätigt die ewige Verdammnis der Ungläubigen (2.Thess 1,8-9; Off 20,11-15).